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Bewohnerurlaub 2011 Morsbach

 

Bewohnerurlaub vom 04.07.2011 bis 09.07.2011

in Morsbach im Altmühltal

Sachbericht

 

 

Der diesjährige Bewohnerurlaub des BRK Seniorenheimes Ludwigstadt führte in das kleine Dörfchen Morsbach im Landkreis Eichstätt im Altmühltal.

Nach einem Frühstück im Heim, brach die gut gelaunte Reisegruppe, bestehend aus 16 Bewohnern und 15 Betreuern mit vier Kleinbussen auf in Richtung Altmühltal. Im Quartier in Morsbach wartete eine Vorhut mit Koch, die bereits am Vortag angereist war, und einen Sektempfang mit kleinem Feuerwerk und ein erstes Mittagessen vorbereitet hatte. Nachdem alle Bewohner ihr Quartier bezogen und einen Mittagsschlaf gehalten hatten, wurde bei einem kleinen Spaziergang der Ort Morsbach in Augenschein genommen. Insbesondere die Hainmühle mit Fabrikverkauf von Getreideprodukten und die reich ausgestattete, katholische Dorfkirche trafen auf großes Interesse.

Am Dienstag brach die Gruppe in Richtung Beilngries auf, um an der Kratzmühle mit dem „Sonnigen Altmühltaler“ eine Kanufahrt auf der Altmühl zu unternehmen. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, denn die Boote waren relativ klein und neigten zum Kippen. Der Einstieg bzw. das Umsteigen vom Rollstuhl in den Kahn forderte einige Kräfte von Bewohnern und Betreuern. Wer Angst vor der Fahrt hatte, konnte an Land bleiben und gleich zum nahegelegenen Pfraundorfer Badesee, um sich ein schattiges Plätzchen beim Grillplatz zu suchen. Der Kanu-Konvoi mit einem großen „Behindertenboot“ und vier kleinen Booten gleitete unterdessen auf der zum Glück ruhigen Altmühl flussabwärts in Richtung des ca. 12 Kilometer entfernten Kottingwörth. Nach zweieinhalb Stunden war das Ziel erreicht, die Heimbewohner waren von den Eindrücken und der Hitze ermattet, und den Betreuern schmerzten die Arme vom kraftraubenden Paddeln. Zur Belohnung für die Kanuten hatten die „Landratten“ bereits das Grillgut aufgelegt, so dass man gleich mit dem Essen beginnen konnte. Wer am Abend noch Lust auf Abkühlung hatte, konnte einen Sprung in den Pfraundorfer See wagen.

Der folgende Tag führte die Reisegruppe nach Kehlheim, von wo aus man sich auf eine Schifffahrt durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg begab. Die Naturschönheit der bizarren Felsformationen, durch die sich die Donau hindurch schlängelt und der Anblick des romantischen Klosters bei der Anfahrt mit dem Schiff, versetzten die Reisenden in eine märchenhafte Verzückung. Im Kloster genoss man bei deftigen Speisen das Kloster-Dunkel, das durchaus zu Recht der Weltenburger Brauerei zu Weltruf verhalf.

Ein weiterer Ausflug führte die Gruppe nach Beilngries, von wo aus ein Schiff auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal das schöne Städtchen Berching ansteuerte. Höhepunkt der Schiffstour war zweifelsfrei die Durchfahrt durch die Berchinger Schleuse. Siebzehn Meter tief tauchte das Boot zwischen den engen Schleusenmauern nach unten. So mancher Fahrgast verspürte ein mulmiges Gefühl im Magen, dass sich aber legte, sobald das Schleusentor geöffnet wurde, und die Sonne ihre gleißenden Strahlen in das Dunkel der Schleuse warf. Berching selbst ist ein fein herausgeputztes Städtchen, dessen Ortskern von einer mittelalterlichen Mauer eingefasst ist. Nach einem Rundgang durch Berching ließen die Reisenden den Nachmittag in einem gemütlichen Eiskaffee ausklingen. Am Abend stand dann etwas ganz Besonderes auf dem Speiseplan. Schwester Manuela, die an diesem Tag ihren Geburtstag feierte, geht in ihrer Freizeit zur Jagd und hat für den Bewohnerurlaub eine selbsterlegte Wildsau spendiert. Das ganze Tier wurde schon früh morgens vom Koch aufgespießt und über dem offenen Feuer gedreht. Abends war es dann fertig gegart und ein Hochgenuss für die illustre Reisegruppe.

Den letzten Urlaubstag verschlug es die Senioren mit ihren Helfern in die Universitäts- und Domstadt Eichstätt. Nach einem Stadtrundgang mit dem Besuch der Schutzengelkirche und des Domes, verweilte man im schönsten Biergarten der Welt. In einem schattigen Hinterhof gelegen, umrahmt von historischen Fachwerkhäuschen, konnte man sich zu zivilen Preisen das Angebot der mit mehreren Auszeichnungen versehenen Küche munden lassen. Für die Damen der Gruppe wurde abschließend noch ein Abstecher zum Shopping unternommen. Ein bunter Abend mit Spiel und Spaß rundete den Tag und auch den gesamten Urlaub ab.

Alle Mitreisenden waren von den schönen Tagen und Erlebnissen begeistert und freuen sich schon auf den nächsten Bewohnerurlaub im Jahr 2012.

 

 

F.d.R.

 

 

 

Peter Schulz

Heimleitung

 

 

Bewohnerurlaub

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